PNP v. 30.11.2016

Lampions und Friedenszeichen

Kunstgrundschule Haidenhof: Tänze, Geschichten und Lieder

Einen Laternentanz präsentierte der Schulchor unter der Regie von Gertraud Achtziger. − Foto: Wildfeuer

Einen Laternentanz präsentierte der Schulchor unter der Regie von Gertraud Achtziger. − Foto: Wildfeuer
Mit einer faszinierenden Lichtinstallation zum Thema “Frieden” auf dem Schulhof haben die Schüler der Kunstgrundschule Haidenhof zusammen mit Konzeptkünstler Hubert Huber und Lehrern ein Lichterfest auf dem Schulhof eröffnet. Die Kinder brachten dabei Glasarbeiten in Form von Windlichtern und Teelichtgläsern zum Leuchten, die sie mit Künstlerin Barbara Zehner geschaffen hatten, und entzündeten kleine Kerzen auf hölzernen Friedenstauben, die als Teelichthalter fungierten und mit Künstler Örni Poschmann entstanden. Sie formten mit den Arbeiten ein riesiges leuchtendes Friedenssymbol.

Die Instrumentalgruppe von Christian Wüstinger gab mit Orffstücken den Auftakt, der Schulchor unter der Leitung von Gertraud Achtziger stimmte ein Friedenslied an. Elternbeiratsvorsitzender Adalbert Spakowski freute sich, dass die Schule das schon traditionelle Lichterfest unter das wichtige Thema Frieden stellte.
Frieden sei auch das Jahresthema der Kunstgrundschule, sagte Konrektorin Silke Salzberger. Frieden beginne zuerst im Herzen der Menschen, wenn man zufrieden mit sich selbst ist, Geborgenheit und Liebe erfahre, zur Empathie fähig ist. Die Beiträge der Schüler erzählten auf schauspielerische, tänzerisch-nonverbale und künstlerische Weise vom Frieden.
Hubert Huber, Vorsitzender des BBK Niederbayern, erläuterte die Lichtinstallation der einzigen Kunstgrundschule Bayerns, die ein großes Peace-Zeichen auf dem Schulhof zum Leuchten brachte. Die Glaskunstwerke zauberten die Dritt- und Vierklässler mit der Passauer Künstlerin Barbara Zehner, die den Kindern Glasbearbeitung und Gravur nahebrachte. Bildhauer Örni Poschmann, der auch den Pausenhof gestaltete, regte die Erst- und Zweitklässlern zu Teelichthaltern aus Holz in der Form von Friedenstauben an. Im letzten Schuljahr gestalteten die Kinder mit Peter Ziske und Stefan Meisl große Arche-Noah-Bilder für die evangelische Friedenskirche. Schüler aller Klassen beteiligten sich daran.
Die Tanz-AG von Schauspieler, Choreograph und Tänzer Robert Hobelsberger, eine Kooperation mit dem Wirtschaftsforum Passau, führte unter dem Motto “Zusammenhalt” einen schwungvollen, ausgelassenen Friedenstanz auf. Anfangs sei die Gruppe ein bunter Haufen gewesen, erzählte Hobelsberger. Jetzt sei sie einer Einheit geworden. Das gemeinsame Tanzen habe zusammengeschweißt.
Die Theatergruppe um Anna Giefing erzählte die Geschichte von “Frederik” und seinen Mäusekameraden. Während diese fleißig Vorräte sammeln, sitzt Frederik herum. Er sammle Sonnenlicht, die Farben des Herbstes und Worte, um die langen Wintertage zu erhellen, antwortet er auf die verärgerten Fragen seiner Kollegen. Erst als die Vorräte zur Neige gehen und die Mäuse still und traurig werden, wissen sie die von Frederik gesammelten Geschichten zu schätzen. Der Schulchor von Gertraud Achtziger stimmte das Lied “Zwei kleine Wölfe” an, der auch einen Laternentanz aufführte. Anschließend lud Silke Salzberger zu einer Fackelwanderung mit Laternen ein. Der Elternbeirat und die Lehrer sorgten für das leibliche Wohl der Teilnehmer, zum Beispiel mit Plätzchen, Waffeln und Getränken.− tw